Wie immer und doch ganz anders: Muttertag

Kategorie: aus dem Leben

Muttertag? Für mich ein Sonntag wie jeder andere: Kochen, Kind bei Laune halten, kleine und mittlere Katastrophen abwenden, kaum Zeit zum Durchatmen. Und doch ist so viel anders, wenn sich der Nachwuchs mit netten Gesten und außergewöhnlich liebevollen Worten dankbar erweist. Gäbe es den Muttertag nicht mehr, gäbe es keine Bastelarbeit, keine Glückwünsche, keine Blumen – schlicht keine besondere Aufmerksamkeit. Und: ein Tag weniger, an dem öffentlich diskutiert wird, was Mütter leisten! Mütter vollziehen täglich bravourös den Spagat zwischen Kind, Job und Haushalt. Sie tragen oft die Hauptlast der Erziehungsarbeit und somit eine hohe gesellschaftliche Verantwortung. Die Leistung von Alleinerziehenden verdient großen Respekt: Sie meistern alleine, was sich sonst zwei teilen. Und der Dank? Für Alleinerziehende nicht selten Sozialleistungen bis ins Alter, dank Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und mangelnder Vereinbarkeit. Das hat Mutti nicht verdient! Väter wissen sich zu feiern, Mütter haben allen Grund, dies auch tun! So lange die Anerkennung aber noch immer eingefordert werden muss, ist es mit dem Muttertag ein bisschen wie mit der Quote: ein willkommenes Mittel zum Zweck!