Generation alleinerziehend - Vom Spagat zwischen Kind und Karriere ...

Thema: Alltag

... und dem stetigen Wunsch nach einer kompletten Familie!

Liebe alleinerziehenden Mütter und Väter,

auch ich teile das Schicksal so zu leben und bin nicht wirklich glücklich damit. Habe vermutlich leichte bis mittelschwere Depressionen und bin daher unbedingt auf der Suche nach Gleichgesinnten, zwecks Erfahrungsaustausch.

Seit 2 Jahren schon bin ich allein erziehend -habe einen 5 jährigen Jungen- und eigentlich dürfte ich trotz meiner Lebensumstände einen Hauch Stolz in mir haben, denn ich habe alles geregelt am Laufen - aber es fällt mich soooo unendlich schwer!

Derzeit nehme ich ganz extrem nur "tadelose" und "liebende" Familien um mich herum wahr. Mein Gefühlsmischmasch aus Trauer, Wut und Neid nimmt mir derzeit all' meine Lebensfreude.

Auch wenn ich weiß, dass unter jedem Dach sein "Ach" ist und es vor den Fasaden Anderer meist rosiger ausschaut, als es tatsächlich ist. Mir fällt es einfach dermaßen schwer dies' in meinem derzeit völlig überforderten Hirn abzuspeichern und die schönen Momente, die mein Kind und ich täglich zusammen erleben als solche zu würdigen und zu genießen.

Ich kann im Moment einfach nur das Negative sehen, weil ich soooo überzeugt davon bin, dass ich nur glücklich sein kann, wenn ich mein Wunschleben leben würde. So ein Quatsch - Dann käme nämlich das Nächste - ich weiß!

Ich bin selber von meiner Mutter allein aufgezogen worden, die sich ihrem damaligen Schicksal hingab und ausschließlich für mich da war. Auch heute ist sie noch ohne Partner und ich befürchte in ihre Fussstapfen zu treten. Ja, mit 25 Jahren habe ich scheinbar bereits Torschlusspanik!!!!

Ich bin verwirrt. Ich wollte nie so leben, wie jetzt. Allein erziehend, am Existenzminimum, bis vor Kurzem noch ALG II Bezieherin.... immer wird man in diese gewisse Sparte abgeschoben.... Ich bin froh, dass mein Kind eines der Wenigen im Kiga ist, dass nicht wie viele Trennungskinder verhaltensauffällig ist!

Leider neigen wir Menschen dazu uns immer das zu wünschen, was wir nicht haben und viel zu schnell reißaus zu nehmen - ICH AUCH!!!! Diese Eigenschaft hat mir mein größtes Glück genommen und ich habe Angst, dass ich ihm ewig nachtrauern werde!

Wie lebt ihr so? Wie schafft ihr den Spagat? Und wie habt ihr gelernt von einem Teil eurer Träume Abschied zu nehmen?

Bin gespannt auf Antworten

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